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Kanalsanierung ohne Aufgraben: Welche Kosten?

  • Autorenbild: HR Rohrreinigung
    HR Rohrreinigung
  • vor 2 Tagen
  • 5 Min. Lesezeit

Wer schon einmal erlebt hat, wie sich Abwasser im Keller ankündigt - erst als Gluckern, dann als Geruch und im schlimmsten Fall als Rückstau - der fragt nicht lange nach Theorie. Dann zählt: Ursache finden, sauber beheben, Folgeschäden vermeiden. Genau hier kommt die grabenlose Kanalsanierung ins Spiel. Sie spart Erdarbeiten, schont Außenanlagen und ist oft die wirtschaftlichere Lösung. Gleichzeitig ist das Thema Kosten nicht mit einem Pauschalpreis erledigt - weil jedes Rohrnetz anders ist.

Kanalsanierung ohne Aufgraben: Kosten - warum die Spanne so groß ist

Die wichtigste Wahrheit vorweg: Es gibt nicht die eine Zahl für „kanalsanierung ohne aufgraben kosten“. Entscheidend ist, ob Sie eine punktuelle Schadstelle sanieren oder ob eine längere Haltung (also ein kompletter Leitungsabschnitt) erneuert werden muss - und in welchem Zustand das Rohr überhaupt ist.

Bei einer grabenlosen Sanierung bezahlen Sie im Kern vier Dinge: die Diagnose, die Vorbereitung, das eigentliche Sanierungsverfahren und die abschließende Kontrolle mit Dokumentation. Je nachdem, ob es „nur“ um einen Riss geht oder um mehrere Meter korrodierte Leitung mit Versätzen, verändern sich Materialeinsatz, Maschinenzeit und Aufwand vor Ort deutlich.

Ein zweiter Kostentreiber wird oft unterschätzt: Zugänglichkeit. Liegen Revisionsöffnungen sinnvoll, sind die Leitungen gut erreichbar und gibt es ausreichend Platz für Technik und Material, läuft die Sanierung effizient. Müssen erst Zugänge geschaffen oder besondere Schutzmaßnahmen getroffen werden (zum Beispiel in Gewerbebetrieben mit laufendem Betrieb), wirkt sich das auf die Kalkulation aus.

Welche Verfahren bestimmen die Kosten?

Grabenlos ist nicht gleich grabenlos. In der Praxis haben sich mehrere Verfahren etabliert, die je nach Schadbild gewählt werden. Die Kosten hängen deshalb stark davon ab, welches Verfahren technisch sinnvoll ist - und nicht davon, welches auf den ersten Blick am günstigsten klingt.

Inliner-Sanierung (Langliner)

Beim Inliner wird ein mit Harz getränkter Schlauch in die Leitung eingebracht und an die Rohrwand gepresst. Nach der Aushärtung entsteht im alten Rohr ein neues, dichtes Rohr. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn längere Abschnitte betroffen sind, etwa durch Risse, Undichtigkeiten an Muffen oder flächige Korrosion.

Kostenrelevant sind hier vor allem die Länge der zu sanierenden Haltung, der Rohrdurchmesser, die Anzahl der Abzweige sowie die Vorarbeiten. Stark verschmutzte Leitungen oder Wurzeleinwuchs müssen vorab gründlich gereinigt und häufig zusätzlich gefräst werden, damit der Inliner sauber anliegt.

Kurzliner

Der Kurzliner ist die Lösung für punktuelle Schäden: ein lokaler Riss, eine undichte Muffe, eine einzelne Schadstelle. Das Material wird gezielt an der betroffenen Stelle platziert und ausgehärtet. Wenn der Rest der Leitung intakt ist, kann das wirtschaftlich sehr attraktiv sein.

Der Kostenvorteil entsteht durch die kürzere Einbauzeit und weniger Material. Aber: Mehrere einzelne Schäden in kurzer Entfernung können am Ende teurer werden als eine zusammenhängende Sanierung. Darum ist die Bewertung per TV-Inspektion so wichtig.

Beschichtung (Brushliner)

Bei der Beschichtung wird die Rohrinnenwand mit einem speziellen Material ausgekleidet. Das kann bei bestimmten Schadensbildern eine passende Lösung sein, etwa bei beginnender Korrosion oder zur Verbesserung der Dichtheit in bestimmten Bereichen.

Die Kosten hängen davon ab, wie gut die Oberfläche vorbereitet werden kann. Ohne saubere, tragfähige Rohrwand keine haltbare Beschichtung. Wenn die Leitung stark beschädigt, deformiert oder mit Versätzen belastet ist, stößt dieses Verfahren an Grenzen.

Ohne TV-Inspektion wird es selten günstiger

Viele Kostenfragen lassen sich erst seriös beantworten, wenn klar ist, was im Rohr passiert. Eine TV-Kamerauntersuchung zeigt Rohrverlauf, Schadstellen, Wurzeleinwuchs, Versätze und den generellen Zustand - inklusive Bild- und Videodokumentation.

Warum wirkt sich das auf die Kosten aus? Weil Sanierung ohne saubere Diagnose schnell zu „Reparieren im Nebel“ wird. Dann wird an der falschen Stelle gearbeitet, Schäden werden übersehen oder es wird ein Verfahren gewählt, das später nachgebessert werden muss. Das ist am Ende immer teurer als eine klare Bestandsaufnahme.

Gerade für Hausverwaltungen und Eigentümergemeinschaften ist die Dokumentation außerdem Gold wert: Sie schafft Entscheidungsgrundlagen, macht Angebote vergleichbar und hilft bei der Planung von Budgets und Maßnahmen.

Typische Kostentreiber - und was sie bedeuten

Bei der Frage „Was kostet das?“ lohnt es sich, die Stellschrauben zu kennen. Nicht, um selbst zu rechnen, sondern um Angebote einordnen zu können.

Ein großer Faktor ist der Zustand der Leitung. Wurzeleinwuchs klingt zunächst harmlos, kann aber eine intensive Vorarbeit bedeuten: mechanische Entfernung, Fräsarbeiten, wiederholte Reinigung. Ähnlich ist es bei starken Ablagerungen, Betonresten oder Fremdkörpern.

Auch Versätze sind relevant. Wenn Rohre gegeneinander verrutscht sind, entscheidet der Grad des Versatzes darüber, ob eine grabenlose Sanierung technisch sauber möglich ist oder ob punktuell doch geöffnet werden muss. „Grabenlos“ heißt in der Praxis: so wenig Aufgraben wie möglich, aber nicht um jeden Preis.

Dazu kommen Rahmenbedingungen: Rohrdurchmesser und Material (PVC, Steinzeug, Guss), Leitungsführung, Anzahl der Anschlüsse, Länge der Haltungen sowie die Frage, ob während der Arbeiten eine Nutzung möglich ist oder Provisorien eingerichtet werden müssen.

Wie Sie Angebote fair vergleichen

Zwei Angebote können preislich weit auseinanderliegen - und trotzdem kann das teurere Angebot das wirtschaftlichere sein. Der Unterschied steckt meist im Leistungsumfang.

Achten Sie darauf, ob Reinigung und Vorbereitung enthalten sind oder separat berechnet werden. Prüfen Sie, ob eine TV-Inspektion vor und nach der Sanierung vorgesehen ist und ob Sie eine Dokumentation erhalten. Und fragen Sie nach dem konkreten Verfahren: Kurzliner, Langliner oder Beschichtung - und warum genau dieses Verfahren vorgeschlagen wird.

Wichtig ist auch die Frage nach Nebenleistungen: An- und Abfahrt, Baustelleneinrichtung, Absperrungen, eventuelle Stilllegung einzelner Stränge, Wiederherstellung von Revisionsöffnungen. Transparente Kostenkommunikation erkennt man daran, dass diese Punkte nicht erst auf der Schlussrechnung auftauchen.

Wann sich grabenlose Sanierung besonders lohnt

Für viele Eigentümer ist der eigentliche „Kostenhebel“ nicht die Sanierung selbst, sondern das, was sie verhindert. Wenn Außenanlagen, Einfahrten, Terrassen oder Innenbereiche aufgestemmt werden müssten, entstehen schnell hohe Folgekosten - plus Zeitverlust und Ärger mit der Wiederherstellung.

Grabenlose Verfahren spielen ihre Stärke aus, wenn die Leitung zwar geschädigt, aber grundsätzlich sanierungsfähig ist. Typisch sind Risse, undichte Muffen, Korrosion, beginnende Undichtigkeiten oder lokale Schäden. In Mehrfamilienhäusern und Gewerbeobjekten kommt hinzu: Der Betrieb kann häufig mit weniger Unterbrechung weiterlaufen, weil nicht großflächig geöffnet wird.

Wo „ohne Aufgraben“ Grenzen hat

Ehrliche Beratung heißt auch: Manchmal ist Aufgraben trotz moderner Technik sinnvoll oder notwendig. Das gilt vor allem bei eingestürzten Leitungen, massiven Deformationen, großen fehlenden Rohrstücken oder wenn ein Gefälleproblem vorliegt, das konstruktiv gelöst werden muss.

Auch bei wiederkehrenden Rückstauereignissen reicht eine Sanierung der Leitung nicht immer aus. Dann muss zusätzlich geprüft werden, ob eine Rückstausicherung fehlt oder falsch dimensioniert ist. Hier lohnt der Blick auf das Gesamtsystem - denn eine dichte Leitung ist gut, schützt aber nicht automatisch vor Überflutung durch Rückstau bei Starkregen.

Ein realistischer Ablauf - und warum er Kosten stabil hält

In der Praxis bewährt sich ein klarer Ablauf: Zuerst die TV-Inspektion, dann die mechanische Reinigung und Vorbereitung, anschließend die eigentliche Sanierung und zum Schluss die Kontrollbefahrung. Das klingt selbstverständlich, ist aber genau der Unterschied zwischen „irgendwie dicht“ und einer dauerhaft funktionierenden Lösung.

Wenn jeder Schritt sauber dokumentiert ist, lassen sich Leistungen nachvollziehen. Für Eigentümer bedeutet das Planungssicherheit. Für Verwaltungen bedeutet es klare Unterlagen gegenüber Beirat, Eigentümern und Versicherungen.

Wer im Raum Heilbronn, Ludwigsburg, Stuttgart, Esslingen und Böblingen eine grabenlose Lösung sucht, bekommt bei einem regionalen Fachbetrieb wie HR Rohrreinigung / Sanierung Diagnose, Sanierung und Dokumentation aus einer Hand - mit moderner Technik und transparenter Preisgestaltung.

Was Sie vor der Beauftragung klären sollten

Sie müssen keine Fachbegriffe beherrschen - aber zwei, drei Fragen sparen oft Zeit und vermeiden Missverständnisse. Erstens: Gibt es eine aktuelle TV-Aufnahme und ist die Schadstelle eindeutig lokalisiert? Zweitens: Welches Verfahren ist vorgesehen und was ist im Preis enthalten (Vorbereitung, Aushärtung, Nachkontrolle, Dokumentation)? Drittens: Gibt es Hinweise auf Rückstau, wiederkehrende Verstopfungen oder bauliche Ursachen, die zusätzlich angegangen werden sollten?

Wenn ein Anbieter diese Fragen klar beantwortet, ist das meist ein gutes Zeichen. Denn bei Kanalsanierung zählt nicht der schnellste Spruch, sondern die saubere Ausführung.

Zum Schluss ein Gedanke, der in der Praxis viel Ärger erspart: Wer die Ursache einmal sauber klärt und dann konsequent richtig saniert, kauft sich nicht nur Dichtheit - sondern Ruhe im Alltag. Genau das ist am Ende die beste „Kostenposition“.

 
 
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